| Halbe Sachen darf man bei der Schmerztherapie nicht machen. Rechtzeitig die richtigen Wirkstoffe in genügend hoher Dosierung – heisst die Devise. | ||
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Dr. med. Armin Aeschbach, FMH Anästhesie/ Schmerztherapie Konsiliariusfür Interventionelle Schmerztherapie, Departemente Anästhesieund Rheumatologie/- Physikalische Medizin |
VON DR. ARMIN AESCHBACH In der Regel kann man mit Rückenschmerzen selber fertig werden, weil sie von alleine wieder verschwinden. Ausser es tritt ein Warnsignal auf (siehe Warnzeichen). Dann sollte man unverzüglich zum Arzt gehen. Zur Selbstbehandlung können kalte oder warme Packungen oder Pflaster verwendet werden, je nachdem, was Linderung verschafft. In den meisten Fällen ist auch eine Behandlung mit einfachen schmerz- und entzündundungshemmenden Mitteln in Form von Tabletten oder/und Cremes zum Einreiben notwendig. Dabei ist falsche Zurückhaltung fehl am Platz, sonst droht nur die Gefahr der Fixierung und Chronifizierung. Bettruhe ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Es reicht, zwischendurch eine Stellung einzunehmen, die den Rücken entlastet. Oberstes Ziel ist es, in Bewegung zu bleiben, damit die normalen Tätigkeiten so rasch wie möglich wieder aufgenommen werden können. Bessern sich die Schmerzen mit diesen Massnahmen innerhalb von drei Tagen nicht deutlich oder tritt eines der Warnsignale auf, muss man zum Arzt gehen, damit er nach einer spezifischen Ursache suchen und diese behandeln kann. Mit einer Schmerztherapie wird der Arzt versuchen, den akuten Schub der Erkrankung zu durchbrechen. Bei länger dauernden Beschwerden muss die drohende Chronifizierung mit ihren strukturellen Veränderungen in Rückenmark und Gehirn bekämpft werden. Im chronischen Stadium zielt man auf die Verbesserung von Lebensqualität und Funktion im Alltag ab. Schmerzmittel werden immer im Rahmen einer Gesamtstrategie eingesetzt und im Akutfall durch physikalische Massnahmen- Kälte und Wärme, ergänzt, subakut und chronisch durch eine individuell angepasste Rehabilitation, die den ganzen Menschen umfasst. |
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