Kortison-Spritzen, Nadeln und Radiowellen


  • In hartnäckigen Fällen können gezielte Injektionen das Behandlungskonzept ergänzen. Nie ist eine Schmerzspritze aber die alleinige Therapie gegen Rückenschmerzen.
  • Diagnostische Injektionen werden mit örtlichem Betäubungsmittel an der Wirbelsäule meistens unter Röntgenkontrolle durchgeführt – Schmerzlinderung während einiger Stunden weist auf den Schmerzursprung hin.
  • Therapeutische Injektionen mit Kortison werden zur Entzündungshemmung für Wochen bis Monate sehr gezielt durchgeführt. Hartnäckige muskuläre Schmerzpunkte (=Triggerpunkte) können mit spezieller Nadelbehandlung (= Needling) wiederholt angegangen werden.

  • Alle diese Verfahren sollten erst bei mehrwöchigem schwierigen Verlauf zur Anwendung kommen. Obligat sind eine umfassende Information des Patienten sowie eine sinnvolle Behandlungsstrategie. In komplexen und sehr hartnäckigen Situationen es unabdingbar,die ganze Abfolge der diagnostischen und therapeutischen Injektionen zu planen,sie zielstrebig durchzuführen und nicht vorzeitig abzubrechen(Ärztetourismus).
  • Nach genauer Schmerzlokalisation kommen manchmal nicht operative, örtliche Hitze- oder Kältebehandlungen einzelner kleiner Nervenenden bei Wirbelgelenken oder sogar von Bandscheibenschmerzen in Frage, neuerdings auch die gepulste Radiofrequenz.
  • Werden die Schmerzen immer chronischer, machen Kortisoninjektionen gegen die immer gleichen Schmerzsymptome kaum mehr Sinn. In solchen Fällen kommen Massnahmen zur Anwendung, welche die Schmerzen modulieren, das heisst sie so verändern, dass sie als neutral oder sogar angenehm empfunden werden.