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Die besten Resultate werden erzielt, wenn alle involvierten Fachleute, vom Hausarzt über den Physiotherapeuten und Chiropraktiker bis hin zum Wirbelsäulenspezialisten, sich eng aufeinander abstimmen. Jeder Patient benötigt seinen ganz individuellen Behandlungsplan. Zum Glück brauchen die allermeisten Patienten keine Operation. Einigen bleibt ein solcher Eingriff aber nicht erspart. Dabei gilt folgende einfache Faustregel: Gute Aussichten auf Erfolg haben alle jene Fälle, bei denen die Schmerzen von der Wirbelsäule ausgehen und in die Beine ausstrahlen, wogegen reine Rückenschmerzen operativ schwieriger zu behandeln sind. Wenn operiert werden muss, versucht man heute, den Eingriff so klein wie möglich zu gestalten, wobei niemals Kompromisse an die Sicherheit gemacht werden dürfen. Welche Veränderungen können wir operieren? Der Bandscheibenvorfall (Diskushernie) kann schon bei jungen und auch sehr sportlichen Patienten auftreten. Dabei wird ein Stück der Bandscheibe nach hinten in den Wirbelkanal hinein gedrückt, was zu typischen, in die Beine ausstrahlenden Schmerzen führt, die nicht nur wie beim engen Spinalkanal erst beim Gehen und Stehen, sondern schon in Ruhe auftreten. Kommt es gleichzeitig zur Schwäche oder sogar Lähmung der Beine oder der Blase, muss noch am gleichen Tag ein Arzt oder Wirbelsäulenspezialist konsultiert werden. Je früher ein solches Problem richtig behandelt wird, desto besser sind die Erholungschancen und desto eher kann eine Chronifizierung der Schmerzen verhindert werden. Bei einem klar lokalisierbaren Bandscheibenvorfall, der hartnäckige Schmerzen in den Beinen verursacht, hat man mit der Operation gute Erfolgsaussichten, wobei heute minimalinvasive Operationstechniken angewandt werden. Bei älteren Patienten kann es durch den jahrelangen Abnützungsprozess zu knöchernen Ablagerungen oder Wirbelverschiebungen kommen, die den Wirbelsäulenkanal einengen. Man spricht dann vom Krankheitsbild des engen Spinalkanals. Dabei hat der Patient Beschwerden, die meist in die Beine ausstrahlen und die beim Stehen und Gehen zunehmen, so dass er immer wieder gezwungen ist, stehen zu bleiben. Im Volksmund spricht man deshalb hier auch von der Schaufensterkrankheit. Patienten mit der Krankheit des engen Spinalkanals haben auch das Bedürfnis, sich nach vorne zu beugen oder abzustützen und empfinden – was typisch ist – im Sitzen dagegen praktisch keine Schmerzen. |
Wenn beim engen Spinalkanal die nichtoperativen Behandlungsmethoden keinen Erfolg haben, muss man operieren. Dabei kann man gute bis sehr gute Resultate auch bei älteren Patienten erwarten, wenn die Beschwerden typisch sind und die Diagnose sauber gestellt wurde. Im fortgeschrittenen Alter leiden viele Menschen an Osteoporose. Ist die Wirbelsäule betroffen, Die häufigsten Veränderungen an der Wirbelsäule sind aber durch Abnützung bedingt, sei es an der Bandscheibe oder an den Zwischenwirbelgelenken, was zu hartnäckigen belastungsabhängigen Eine chronische Degeneration kann im Alter auch zu einer Verkrümmung– Skoliose – der Wirbelsäule führen, oft kombiniert mit einem engen Spinalkanal und verengten Nervenausgängen. In solchen Fällen kann entweder eine Teiloperation, z.B. der verengte Nervenausgang, oder – wenn wirklich nötig – auch die Operation der ganzen Verkrümmung vorgenommen werden, was aber einen grossen Eingriff bedeutet. Bei jüngeren Menschen beobachtet man neben den typischen Diskushernien gelegentlich auch einen so genannten Gleitwirbel p>Dabei ist ein Wirbel ungenügend fixiert, was zu belastungsabhängigen Rückenschmerzen und Ausstrahlungen in die Beine führen kann. Eine Operation kommt nur in Frage, wenn die Lebensqualität stark beeinträchtigt ist und auch ein gezieltes Krafttraining nicht geholfen hat.
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MRI-Bild mit normalem Spinalkanal. |
MRI-Bild eines verengten Spinalkanals. |