Operationen an der Halswirbelsäule

Das Messer am Hals – das sollte wie im Bereich der gesamten Wirbelsäule die Ausnahme bleiben. Gerade an der Halswirbelsäule gibt es aber schmerzhafte Zustände, die auf chirurgische Massnahmen gut ansprechen. Prof. Dr. med. Dieter Grob, Spine Center, Schulthess Klinik

Prof. Dr. med. Dieter Grob, Spine Center, Schulthess Klinik

Prof. Dr. med. Dieter Grob, Spine Center, Schulthess Klinik

VON PROF. DIETER GROB



Am Anfang steht die Diagnose: Die schmerzhafte Veränderung muss möglichst genau lokalisiert werden. Dabei mag es überraschen, dass auf den ersten Blick erkennbare Abnützungserscheinungen oft viel weniger schmerzhaft sind als diskrete Veränderungen.

Daraus folgern wir: Die Indikation, also die Notwendigkeit für eine Operation, darf niemals nur aufgrund einer Bild gebenden Untersuchung wie Röntgen, CT oder MRI festgelegt werden. Drei schmerzhafte Veränderungen an der Halswirbelsäule (HWS) kommen für eine Operation in Frage: Isolierte Bandscheibenvorfälle, Arthrose im Bereich des ersten und zweiten Halswirbels sowie lokalisierbare Einengungen des Nervenkanals.